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22.08.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Aktie der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG (WKN 780100) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln besser als der Gesamtmarkt entwickeln.

Das Unternehmen sei eine der ältesten Aktiengesellschaften Deutschlands. Das Unternehmen, welches 1766 als Textilhersteller in Frankfurt gegründet worden sei, sei jetzt eine Investment-Gruppe mit einem bedeutenden Immobilienbesitz und Kapitalbeteiligungen. Das Unternehmen habe sich einen Namen als Beteiligungsgesellschaft gemacht, welche Firmen aufkauft, gegebenenfalls umstrukturiere und gewinnbringend weiterveräußere.

Der finanziell angeschlagene WCM-Großaktionär Karl Ehlerding zeige sich bezüglich einer Einigung mit seinen Gläubigerbanken zuversichtlich. Ehlerding müsse seine privaten Schulden von knapp 500 Mio. Euro reduzieren und wolle dazu einen Teil seines WCM-Aktienpaketes veräußern. Da er auf steigende Kurse bei WCM hoffe, wolle er mit Zustimmung seiner Gläubigerbanken bis 2004 einen strategischen Investor suchen. Eine der Gläubigerbanken habe in jüngster Vergangenheit bereits Ehlerding-Anteile über die Börse verkauft und damit für Kursdruck gesorgt.

Das Unternehmen verfüge über einen Bestand von 55.000 Mietwohnungen. Hinzu kommen die Immobilien, die sich im Bestand der Tochtergesellschaften IVG und MMG befinden. Insgesamt taxiere WCM den Immobilienbestand auf einen Verkehrswert von rund 7,5 Mrd. Euro. Dem stehen Schulden von 1,8 Mrd. Euro gegenüber. Die Wohnimmobilien sollen in Zukunft teilweise privatisiert werden, um die Liquidität des Unternehmens zu verbessern. Dabei werde ein Wert von 3% pro Jahr angepeilt.

Im laufenden Jahr wolle sich WCM von einem Teil der Verpackungsunternehmen trennen, an denen man über die Klöckner-Werke beteiligt sei. Mit dem Verkauf sollen 130 bis 140 Mio. Euro erlöst werden. Außerdem wolle man durch die Veräußerung von Gewerbeimmobilien weitere liquide Mittel vereinnahmen.


Für 2003 plane WCM die Akquisition eines unterbewerteten, börsennotierten Unternehmens. Konkrete Angaben seien bislang nicht gemacht worden.

Mit den Zahlen für das erste Halbjahr 2002 habe WCM die Erwartungen enttäuscht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe bei -10,5 Mio. Euro gelegen. Hauptursache für das schwache Ergebnis seien die schwachen Kapitalmärkte gewesen, die zur Zeit keine profitablen Transaktionen erlauben. Für das Gesamtjahr halte sich der Vorstand mit einer Prognose bedeckt, allerdings werde ein Verlust nicht mehr ausgeschlossen.

Das Unternehmen habe seinen Anteil an der Commerzbank auf knapp 6% erhöht. Eine weitere Aufstockung auf knapp unter 10% sei geplant. Eine Übernahme der Commerzbank oder ein Eingriff in das operative Geschäft seien nicht das Ziel der Beteiligung. WCM spekuliere auf einen steigenden Aktienkurs der Commerzbank über einen Zeithorizont von 2-5 Jahren. Aufgrund des jüngsten Kursverfalls der Commerzbank habe das Management jüngst einräumen müssen, sich mit dem Engagement verschätzt zu haben.

Der mittlerweile vom Bundeskartellamt abgesegnete Verkauf der Berliner Wohnungsgesellschaft Gehag habe dem Unternehmen 190 Mio. Euro eingebracht. WCM habe sich aber verpflichtet, die Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen. Vorstandschef Flach habe betont, dass für WCM Liquidität derzeit vor Ergebnis gehe, womit Spekulationen über die Liquiditätssituation bei WCM erzeugt worden seien.

Hauptkonkurrenten seien AGIV, Concordia Bau, Boden und IVG Holding.

Die Studie eines Schweizer Analystenhauses, welche den Kursverfall bei WCM ausgelöst hatte, sei mittlerweile revidiert worden. Dennoch haben einige Unsicherheitsfaktoren für weitere Kursverluste gesorgt. Auf Basis der vom Unternehmen veröffentlichten Daten sei die Aktie derzeit massiv unterbewertet. Hohes Kurspotenzial errechne sich selbst bei konservativer Bewertung der Immobilien und Beteiligungen. Charttechnisch habe der Kurs nun auf niedrigem Niveau einen Boden ausgebildet. Nach Ansicht der Stadtsparkasse Köln seien die genannten Unsicherheitsfaktoren mehr als hinreichend im Kurs enthalten.

Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln erwartet zudem mittelfristig eine deutlich verbesserte Stimmung an den Kapitalmärkten, von der WCM überproportional profitieren sollte und bestätigt daher sein Votum "Outperformer".




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